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Andreas Reichenbach
Die Kolumne bezeichnet in der Presse sowie im Online-Journalismus einen kurzen Meinungsbeitrag als journalistische Kleinform.

Kolumnen

Dienstag, 26. November 2013

Bin wieder mit Highspeed unterwegs im WWW!!! Ja, die Kollegen von der Telekomik machen das. Bin heute extra zeitig nach Hause gefahren, um möglichst viel Zeit zum telefonieren zu haben. Das Telefonieren mit Warteschleifen, digitalen Herrenstimmen, aber auch echten erotischen Frauenstimmen trägt maximales Suchtpotential in sich. Ehrlich! Probiert das selber mal. Naja, jedenfalls aus diesem Grund durften meine zwei Nachmittagskunden auf meinen Besuch verzichten Das haben die aber auch gern gemacht, die hatten sicher eh Besseres zu tun, als mit mir Kaffee zu trinken. So rief ich nun also wiedermal bei der Telekomik an. Netter Herr so um die 30.Nach ca. 15 Minuten hatte er mein Problem auch tatsächlich erfasst. Puh, Schritt 1 erledigt, es folgt Schritt 2. Er erkannte, nachdem ich ihm sagte, das ich immer und immer wieder nach Passwörtern und anderen Ferkeleien gefragt werde, das nicht der Speedport W723 Typ B (ich freu mich immer noch so über den tollen Namen) defekt ist, sondern ich mein Passwort nicht mehr richtig im Kopf habe. Nun ist das ja aber auch bei Männern in meinem Alter nichts Ungewöhnliches. Altersdemenz kommt schleichend und außerdem kann ich eh nur immer mit einer Gehirnhälfte gleichzeitig arbeiten (wenn ich Glück habe). Und ich erfuhr, dass ein Passwort so ne Art digitaler Schlüssel sei, den man sich merken oder aufschreiben muss. Diese Information war in erster Linie schon mal sehr interessant für mich, führte aber noch nicht wirklich zur Lösung des Problems. Also musste ein dritter Schritt gefunden werden und da war Herr Tele Kom schneller, als ich dachte. Er hat meine Telefonanlage in einen (na ja, wie soll ich das ausdrücken) jungfräulichen Zustand zurück versetzt, was bei Menschen, insbesondere bei Frauen nicht so ohne Weiteres durchführbar ist (ich kenne aber Gynäkologen, die sagen, dass sie das auch machen können - für Geld). Nun kommen wir aber zu Schritt Vier, dem grande Finale. Er, der nette Herr am anderen Ende meiner Fernsprecheinrichtung wollte mir ein neues Passwort zuschicken und jetzt kommts knüppeldicke. Nachdem er nun aber auch alle noch so intimen Details von mir und meinem Verhältnis zur Speedport W 732 Typ B aus mir heraus gequetscht hatte machte er den kühnen Versuch, mir diese per SMS auf mein Mobiltelefon zu übermitteln, was jedoch schlicht weg misslang, weil sein Computer sich außerstande sah SMS zu senden. Ich stell mir das gerade vor, die Telekom ist ein Weltkonzern, beutet zich tausende Mitarbeiter aus, aber kann keine SMS. Thats life. Na ja, irgendwann gings dann aber doch und in meiner linken Hand vibrierte es. Schritt Fünf (und jetzt komme ich ins Spiel). Ich bekam die Aufgabe, die mir angezeigte Zahlenkolonne irgendwie aus dem Blackberry (nennen wir es mal Typ A) heraus zu bekommen und dem Speedport W 732 Typ B zu übermitteln. Das ging aber nur analog, also mittels Handbetrieb. Ich tippte die Zahlen (die ich hier aus sicherheitstechnischen Gründen unerwähnt lasse - ihr erinnert euch -> Passwort aufschreiben, nicht weitersagen) und tippte sie ganz behutsam, vorsichtig und mit einem Höchstmaß an Präzision in meinen Laptop. Nun begann das Warten. Alle Lämpchen an meiner Speedpo . . . . . B blinkten freudig erregt wie wild durcheinander. Ich hab hin und wieder mal weg gesehen, weil ich Angst hatte, sie könnten sich durch meine staunenden und verunsicherten Blicke verarscht vorkommen. Außerdem bekomme ich bei zu viel Lichtern gleichzeitig schnell mal einen cerebralen Krampfanfall. Das müsste dringend vermieden werden. Während eines solchen Anfalls konnte ich bisher noch nie besonders gut Telefonanlagen konfigurieren. Ist auch sehr schwer, alles um einen herum zappelt dann immer. Nichts desto Trotz, nach einer ganzen Weile atemloser Verharrung, verbunden mit leichten Bradycarien und Rosettentachycardie (riecht wirklich unangenehm) schoss es nur so aus dem weißen Kästchen heraus - das 5. Lämpchen, einfach so, ohne Grund und Vorwarnung. Ich bin so stolz auf die Telekom! Ehrlich Freunde, sooo stolz. Aber es funktioniert, habe wieder Highspeed. Ich merke das daran, das ich in der gleichen Zeit auf einmal wieder viel mehr Tastaturanschläge schaffe, als gestern mit dem Dongel. Nun möchte ich mich bei euch für das tapfere Durchlesen meiner Kolumne bedanken. Stelle ich mir auch sehr anstrengend vor........

Sonntag, 1. Dezember 2013

Andy´s Kolumne, die Zweite! Nachdem ich das Thema TELECOM als abgeschlossen betrachte und ich nun wieder ganz gut im Netz stehe, ist nun schon wieder ein Ereignis in mein Leben getreten, von dem ich bis gestern nicht mal im Traum daran gedacht habe, dass es mich je ereilen könnte . . . Meine liebe Frau Katrin hat unseren 12 Jahre alten DVD Player jäh aus dem Leben gerissen, sozusagen aus der Blüte seines Lebens. Als Katrin sich aufmachte, unser Häuschen adventlich zu schmücken hat sie eine Advents - DVD eingelegt und er fing an, grausamste Weihnachtsmusik widerzugeben. Das hat er wohl nicht verkraftet. Ich gehe von Selbsttötung aus, denn ich meine, in dem Augenblick, als er sich aus dem Leben verabschiedete noch ganz kurz das Gesicht von Stefanie Härtel gesehen zu haben. Auch bilde ich mir ein, ihre Stimme gehört zu haben (Über jeaderes Bacherl gehat a Brückerl). Insofern habe ich sogar Verständnis für seine Entscheidung. Habe früher als Kind bei meinen Eltern auch oft den Mutantenstadel miterleben müssen. Brutale Erinnerungen!!! Dachte damals auch hin und wieder an Selbsteuthanasie. Was sollte ich als tun, um Katrin wieder in ihre vorweihnachtliche Umlaufbahn zurück zu schießen??? Ohne Weihnachtsmusik dekoriert sie nur halb so schön. Also Jacke an und ab ins Auto, zum Elektrohändler meines Vertrauens. Ich habe ihm schon oft mit Käufen gedroht und wir kennen uns schon so gut, dass wir uns seit längeren Duzen und eine gewissermaßen freundschaftliche Beziehung pflegen. Sieht er mich mal länger als 4 Wochen nicht in seinem Laden wird er unruhig. Und husch war ich da. Ich erklärte ihm meine ausweglose Situation und er versprach, mir zu helfen. Es entfuhr mir ein "Gott sei Dank, das Leben geht weiter . . .". Er fragte, was ich denn für ein Gerät wolle und ich wusste natürlich genau, was ich wollte. Ich wollte nämlich einen neuen DVD Player. So einer, wo ich die Scheibe reinlege und es dann anfängt zu funktionieren. Tja, sagte mein Elektrospezi, mein Wunsch sei schon etwas ungewöhnlich, heute möchte man keinen DVD Player mehr in der Stube haben, sondern einen Blue Ray Player muss schon sein. Der kann auch blaue DVDs abspielen, er erkennt also Farben. Macht Sinn, oder? Ach ja, ein Festplattenrecorder wollte ich auch. Nun bekam er seinen ersten Lach Flash. Ich verstand erst gar nicht warum er sich auf den Boden warf, seine Gesichtsfarbe sich ständig von grau bis lila änderte und er an Atemnot zu leiden schien. Als er dann wieder so langsam zu sich kam und sein Gesicht sich wieder in ein überlebensfähiges Bordeaux verwandelte, fragte ich ihn aber. Junge, sagte er zu mir (wenn mich sonst irgendein Verkäufer irgendwo auf der Welt mit JUNGE angesprochen hätte, hätte ich ihm sicher eine gescheuert, oder zumindest angespuckt). Junge, bist du altmodisch. Ich und altmodisch, na sicher. Nachdem ich Laptop und iPad habe und ein Auto mit Automatikgetriebe fahre, dachte ich eigentlich, mit allen Wassern gewaschen zu sein und dass mich nichts mehr aus der Bahn werfen könnte. Er belehrte mich eines Besseren. Kein Mensch auf dieser Erde hat noch einen Festplattenrecorder. Keiner!!! Heute kommuniziert das Gerät mit dem Computer. Es fielen die Worte LAN und WLAN und auch noch andere, an die ich mich aber nicht erinnern kann. Was hast du denn für einen Fernseher, wollte er nun wissen. Na ja, sagte ich, einen Flachbildschirm Fernseher und er ist schwarz. Na ja, aber was für einen? Na einen Flachen eben und schwarz. Mhhhh. Und wo bekommst du dein Signal her? Meine Signale bekomme ich eigentlich immer sehr direkt von meiner Frau, das wollte er aber sicher nicht hören. So antwortete ich pflichtbewusst, aus dem Fernseher. Nein, hast du Kabel oder SAT. Beides, antwortete ich. Auf meinem Dach habe ich eine Schüssel und aus der Wand im Wohnzimmer kommt ein Kabel. Beides eben. Nun runzelte er schon seine Stirn und seine Ohren fingen an ein klein wenig an zu wackeln. Kein gutes Zeichen bei ihm. Wie gesagt, wir kennen uns gut. Natürlich hast du HD. Natürlich habe ich kein HD. Woher auch? Du hast kein HD? Nein, sagte ich kurz, knapp und bündig und ich erwartete seinen zweiten Lach Flash. Der blieb aber aus. Statt dessen knurrte er: mitkommen, ich zeig´s dir. Ich liebe Erklärungen an Hand von Beispielen und ich freute mich auf die Lektion, die ich gleich lernen würde. Das ist ein Fernseher mit HD und das ist einer ohne . . . Er stellte sich hinter mich, fasste meinen Kopf zärtlich an und begann, ihn abwechselnd von einem zum anderen Flachbildschirm hin und her zu bewegen. Ja, schön sagte ich, sieht schön aus. Sah aber auch schön aus, so bunt alles . . . Dann gab es da aber auch noch Fernsehabspielgerätschaften, die ich doch der Kategorie Schrott zuordnen würde. Die hatten ein so grottenschlechtes Bild, dass man gleich ne Brille dazu kaufen muss, um das Bild scharf zu bekommen. Mal ehrlich, wer, der sonst keine Bille braucht, weil die Augen noch rattenscharf sind (wenigstens die sind rattenscharf), kauft sich ne Glotze mit Brillenfunktion. Meine Nervenbündel (Plexen) fingen nun an zu rebellieren. Insbesondere mein Plexus brachiales (Nervengeflecht des peripheren Nervensystems (PNS), das aus den anterioren Ästen (Rami) der Nervenwurzeln C5-C8 und Th1 gebildet wird. Aus ihm gehen Nerven für Arm, Schulter und Brust hervor), der sonst eher schüchtern und ruhig in mir wohnt, begann zu zucken. Ich bin aber ein Mensch, der gelernt hat, sich unter der Kontrolle zu haben. So wurde niemand verletzt. Phuuu, das ging nochmal glatt. OK, dachte ich, du musst jetzt hier raus, die Situation irgendwie meistern. Nicht elegant, aber schnell. Hätte ihm in dieser Situation sicher alles abgekauft (Sand in der Wüste, Wasser im Meer - ihr kennt solche Situationen auch, ja, bitte ja???). Plötzlich steckte er mir, ein bisschen, wie unauffällig, zwei Kartons in die Hand und er sagte, werde glücklich. Mit meiner Beute ging ich zur Kasse. Keine genaue Vorstellung davon, was genau ich da gekauft hatte. War mir ja auch egal. Wer billig kauft kauft zwei mal und wer teuer kauft hat Spass. Also teuer. Ich wollte wirklich gerade meine (goldene) Masterkarte in den grauen Kartenschlitz stecken, als der Verkäufer meines Vertrauens mich erneut am Schlawittchen packte und wissen wollte, was der gute Ton bei mir macht. Da wusste ich natürlich sofort, was zu antworten war. Prima. Meinem guten Ton geht es prima. Oral, wie auch rectal. Sorry, die Winde gehen immer gut in meinem Alter. Neeeiiinnn, das wollte er nicht wissen. Er begann sich wieder so merkwürdig zu verfärben. Aber nur kurz. Dann begann er, mich in eine ganz andere Ecke seines Geschäftes zu zerren, wo lauter kleine und große, schöne und hässliche Lautsprecher usw. lagen und darauf warteten, von mir gekauft zu werden. Die brauchst du jetzt auch. Ja, das ist so. Gut, ich will ja keinen Stress. Dann nehm ich eben zwei Dutzend davon. Bitte einwickeln, ist bald Weihnachten. Fazit: Ich bin jetzt so gut vernetzt, verkabelt, verLANt, verbunden, wie die NSA es nicht besser machen könnte. Eines gibt mir aber zu denken: wenn mein WLAN aus ist, bekomme ich Herzrythmusstörungen. Ist das LAN gestört, juckt es mir in der Leiste. Ist der Rechner aus und somit Facebook off, bin ich geneigt, einer Hyperventilationstetanie zu erliegen. Gute Nacht Freunde.

Sonntag, 1. Januar 2012

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